Mittwoch, 14. September 2011

Ich war 5 Stunden tot" - Video-Interview eines Nah-Toten

Erzählung
Ein Lastwagen überrollt vor 15 Jahren das Auto von Andreas Berglesow. Fahrerflucht. Er wird notoperiert, sein Herz bleibt stehen, ein Tuch wird über sein Gesicht gezogen. Der Leichnam soll in das Leichenhaus abtransportiert werden.
In diesen Momenten spürt Berglesow eine Bewegung nach oben: „Als mein Herz aufgehört hat zu schlagen, habe ich gespürt, dass ich mich vom Körper entfernte und nach oben bewegte. Ich schwebte durch die Zimmerdecke, die kein reales Hindernis für mich darstellte, ebenso wie das Dach des Krankenhauses." Er schaut auf seinen Körper hinab. Er sieht die Wiederbelebungsmaßnahmen an seinem Körper. Er wird von einem vor 2 Monaten an Leukämie verstorbenen Mädchen angesprochen: "Andreas, bist du auch hier?".

Später hört er eine Stimme und sieht zwei Straßen: eine ist völlig überfüllt, die andere fast menschenleer. Die Wege führen in Himmel und Hölle. Doch für das Unfallopfer ist es zu früh. Er öffnet die Augen und spürt ein Tuch darauf liegen. Ein Arzt will einen letzten kontrollierenden Blick auf ihn werfen und bekommt fast einen Herzschlag, als er die blinzelnden Augen sieht. „Ein paar Minuten später kamen die Krankenschwestern rein, haben mich auf ein Rollbrett gelegt und noch einmal in das Operationszimmer gebracht," berichtet Berglesow. Berglesow lebt seit 15 Jahren, obwohl lebenswichtige Organe zerquetscht und teilweise entfernt wurden. Er ist Pfarrer in Bochum.

Interview im Video
Teil 1


Teil 2



Teil 3



Teil 4





Montag, 12. September 2011

Ruf mich an! oder Von der Intensivstation ins Finale (Serena Williams)
http://ping.fm/9OEza

Ruf mich an! oder Von der Intensivstation ins Finale (Serena Williams)

Serena Williams verliert am Wochenende doppelt: das Finale der US Open und die Nerven. Die australische Gegnerin "Grand Sam" gewinnt das Match, Williams verliert die Fassung und pöbelt gegen die Schiedsrichterin.
Das ist die eine Seite der Medaille. 

Auf der anderen Seite steht eine klare Siegerin Serena Williams, die auf dem Platz verloren hat, aber erst vor einem Jahr eine Lungenembolie - eine Art Herzinfarkt der Lunge - überlebt und trotz größter Selbstzweifel nicht aufgegeben hat.

Im Interview vom März diesen Jahres spricht Serena Williams über diese schwierigste Zeit ihres Lebens. Ihre Zweifel im O-Ton:
  • "Kann ich wieder Tennis spielen?"
  • "Will ich überhaupt wieder Tennis spielen?"
  • "Will ich wieder gesund werden?"
Wie hat sie das durchgestanden, fragen sich die Reporterin und die Zuhörer. O-Ton Serena Williams: "Tägliches Gebet, die Nähe zu Gott, mein Glaube." Dies könne jeden durch eine wirklich schwierige Situation bringen, bekennt Williams.

Williams beruft sich dabei nicht nur auf eine persönliche Erfahrung, sondern auf eine schriftliche Garantie Gottes:
"Ruf mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich loben." (Bibel: Psalm 50, Vers 15)


Jeder kann diese Garantie in Anspruch nehmen. Man braucht keinen Pastor, Priester, Rosenkranz dafür. Es muss nur von Herzen kommen.

Samstag Abend bin ich Intervalltraining gelaufen. 3 x 12 Minuten fast bis zum Anschlag - dazwischen nur 90 Sekunden Pause. Richtig zur Sache geht es beim zweiten Intervall. Schon nach wenigen Minuten spürst du die Schmerzen in den Beinen, die Luft wird knapp, und vor allem du hast noch so viel Schinderei vor dir.

In der Not schreie ich innerlich: "Jesus, bitte gib mir jetzt neue Kraft!" Und plötzlich ist sie da die neue Kraft und zack zack geht es weiter und die Schinderei ist zu Ende. "Lobet den Herrn!"

Probiers einfach selbst mal aus. Zu verlieren gibt es nur das das eigene Ego umschmeichelnde Gefühl: "Ich bin der Größte." Aber dafür lässt sich eh nix kaufen. Lieber gute Ergebnisse mit fremder Hilfe als ein dickes Ego mit schlechten Ergebnissen.

auch inspiriert von http://www.kirche-am-rhein.de/.