Mittwoch, 16. April 2014

Oscar Wilde zu Ostern

"If you want to tell people the truth, make them laugh, otherwise they'll kill you."
Auf Deutsch: "Wenn Du den Menschen die Wahrheit sagen willst, bringe es sie zum Lachen, andernfalls bringen sie Dich um."

                                                 Golgotha Tattoo

 

 Thanks Morning Brief Handelsblatt

Sonntag, 13. April 2014

Kirche 2.0 Twitter Gottesdienst: Beziehungsweise oder die Beziehung zwischen altem und neuen Leben

Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet. (sinngemäß nach Markus 16,16)


Was für ein herrlicher Tag. Dem Schöpfer sei Dank!










Ich steh vor Dir.



Näher an sein Herz.



Warum bist Du gläubig? Willst Du Papst werden? Nein, weil Gott mit mir redet und in mein Leben eingreift.

Wozu die Taufe? Fast jeder ist getauft und wird dadurch evangelisch, katholisch oder orthodox. Die meisten werden als Babys getauft, weil die Eltern es so entschieden haben. Die Eltern versprechen  meines Wissens dem Pfarrer bei der Taufe, dass sie dem Täufling später vom christlichen Glauben erzählen. Aber ich schätze die wenigsten Eltern tun das oder wissen, was sie eigentlich erzählen sollen. Sie lassen ihr Kind taufen, weil die Großeltern es mit ihnen genauso gemacht haben. Das ist Traditionsautomatik. Die Taufe sollte eine persönliche Entscheidung sein.

Was steckt hinter dieser Tradition? Vor hundert Jahren und früher herrschte hier wie heute noch außerhalb Europas und Amerikas sowie Australiens eine hohe Kindersterblichkeit. Von vielen Kindern kamen nur wenige durch. Viele starben an Infektionen und erreichten so nie das Alter, in dem sie frei über ihren Glauben entscheiden können hätten. Die Eltern wollten mit der Babytaufe für diesen Fall vorsorgen. So würde ein verstorbenes Kleinkind auch in den Himmel kommen, ohne dass es sich frei und persönlich für Jesus Christus entschieden hätte.

Bis vor wenigen Jahrzehnten war die Glaubensentscheidung in Europa darüber hinaus keine freie Entscheidung. "Cuius regio, eius religio", sprich die Untertanen oder auch Sklaven hatten zu glauben, was der Fürst oder König glaubte. Wer anderes glaubte, wurde einen Kopf kleiner gemacht oder musste nach Amerika flüchten. Damit niemand in Glaubensfragen auf dumme Ideen kommmen würde, sollten einfach die Eltern für ihre Kinder "richtig" entscheiden. Daher die Kindstaufe.

Dazu kommt, dass viele Menschen wahrscheinlich die Entscheidung über die Taufe vergessen oder verschieben würden, wenn sie frei entscheiden dürften. Die Staatskirchen schaffen daher vollendete Tatsachen und erhalten somit das Christentum als Massenreligion.
So laufen in Europa heute die meisten als katholisch, evangelisch oder orthodox herum, ohne sich je selbst dafür entschieden zu haben oder sich damit bewusst zu identifizieren. Entsprechend dünn ist der Glaube. Denn ein traditioneller Akt verändert kein Leben. Er hat keine Kraft. Das ist wie wenn jemand in den USA geboren wird und damit nach amerikanischen Gesetzen automatisch US-Bürger wird, aber nie dort lebt, kein Englisch spricht und auch sonst keine Beziehung zu dieser Nation hat. Auf dem Papier ist sie zwar US-Amerikanerin. Das wars dann aber auch.

Was passiert bei der Taufe? Die Taufe sollte aus innerer Überzeugung geschehen. Sie ist eine Herzenssache. In der Apostelgeschichte lässt sich der äthiopische Minister taufen, weil er glaubt, dass Jesus Christus sein Leben neu macht.

Mit der Taufe stirbt der alte Hape, so wie Jesus aufersteht taucht ein neuer Hape auf. Für diesen neuen Hape ist die Sünde gestorben. Nicht weil der neue Hape ein besserer Mensch ist, sondern weil Jesus durch seinen Tod Hape Gott-gerecht gemacht hat. Gott ist gerecht. Und als gerechter Richter müsste er Hape in den Mist treten, weil Hape ziemlich viel in seinem Leben verbockt hat. Gott hat nun aber Jesus stellvertretend für Hape und alle Menschen hinrichten lassen, damit Hape und die anderen nicht mehr bestraft werden müssen, sondern strahlend mit weißer Weste vor Gott stehen.

Der innere Schweinehund von Hape kann zwar schwimmen, sprich Hape baut immer noch Mist, aber Jesus in ihm hat eine neue Basis geschaffen. Der Sieg Jesu am Kreuz wiegt mehr als der tägliche Bockmist in meinem Leben. Amen.







Donnerstag, 10. April 2014

Noah: The Movie - kein Instant Wunder


In diesen Tagen läuft der Noah Film. Hierzu einige Gedanken eines wunderbaren Bruders:

Seit vielen Monaten schon bewegt mich dieser Noah, wie er es geschafft hat, an diesem Auftrag, bzw. Reden Gottes nicht zu verzweifeln.

Wir stellen uns die Situation vor: 1. Mose, Kap. 6:

13 Da sprach Gott zu Noah: Das Ende allen Fleisches ist bei mir beschlossen, denn die Erde ist voller Frevel von ihnen; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde.
14 Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche ihn mit Pech innen und außen.
…….

Was mag Noah gedacht haben?
Warum ich? Gott, ich habe keine Ahnung von Booten! Ich habe kein Werkzeug für so etwas! Ich habe kein Material! Und überhaupt: Wo ist das Wasser für dieses Boot ??
Aber okay, auf Dein Wort hin werde ich irgendwie anfangen …..

Gott hatte ihm ja einen genauen Plan gegeben, wie groß das Ganze werden sollte; so fing er wohl mit einem genauen Projektplan an !?
Ein paar Stimmen in seinem Freundeskreis sagten schon jetzt, gleich am Anfang, das dass Projekt viel zu groß sei, und wahrscheinlich überhaupt nicht zu realisieren.
Und wieso sollte Gott ausgerechnet Dir so etwas sagen? Nee, nee Noah, da musst Du Dich irgendwie verhört haben !

Noah liess sich nicht beirren und fing mit einem kleinen Team an zu Bauen. Es machte Spaß. Alle wollten irgendwie dabei sein …..
Doch keiner verdiente irgendetwas dabei. Die ersten fingen an zu murren.
Nach einem Monat hatten ein paar keine Lust mehr. Die Arbeit wurde schwerer. Aber Noah hatte ja noch ein paar Elefanten, die ihm halfen …..

Nach 6 Monaten hatten sie vielleicht gerade mal die Bodenplatte fertiggestellt. Noah beschlichen erste Zweifel, ob er das wirklich schaffen kann. Aber es ging weiter.
2 Jahre später: Die Leute fingen an, offen über Noah zu spotten.

Nach 5 Jahren waren nur noch seine Söhne mit auf der Baustelle - wie soll es nur weitergehen?
Ich kann nicht mehr ! Gott, was soll das Ganze?

Vielleicht würden wir heute sagen, dass Noah sich einen professionellen Bautrupp besorgen sollte
oder wir würden Noah gleich in die Geschlossene einweisen …..

Schon mehr als 5 Jahre geackert, nichts als Entbehrungen, dicke Daumen vom Hammer, Spot und Häme von den Freunden - Gott, WARUM nur das alles?

Die Zeit vergeht, das Boot wächst Meter um Meter. In der Zwischenzeit sind 30 Jahre vergangen.
Noch kaum einer interessiert sich für den verrückten Noah und seine Baustelle. Gelegentlich kommen noch ein paar Berater von McKinsey vorbei, und zeigen ihren Kunden, wie man sich in geistig, religiöser Umnachtung in einem Schwachsinnsprojekt verlaufen kann.

Ach nein, sagen sie, wenn ein solch derartiges Projekt nicht innerhalb von einem Jahr fertiggestellt ist, kann es nicht vom Oberkonstrukteur stammen!
Zwischenfrage: Schon mal etwas von einer so genannten „Instantgesellschaft“ gehört? Nein? Ach ja „Herr, schenke mir Geduld - aber bitte sofort!“

Was hatte Noah gedacht? Er hatte wohl so gut wie alle seine Freunde verloren !?
Auch Noah war ein Mensch mit einer begrenzten menschlichen Kraft. Leider lesen wir in Genesis nichts Genaues, wie Noah mit all seinen Fragen Zweifeln und Kräften umgegangen ist.

Aber diese ganze Situation, diese ganze Geschichte bringt mich zu der Frage, wie ich, wie wir in harten Zeiten des Glaubens und Festhalten an Gottes Wort mit SEINEN Zusagen für unser ganz persönliches Leben umgehen.

Gott der Herr hat etwas in unser Herz hineingesprochen, vielleicht etwas in der Dimension der Arche, und die Zeit vergeht, wir werden älter, und nichts, rein gar nicht passiert. Haben wir uns verhört?
Aber das Gehörte ging doch konform mit dem geschriebenen Wort Gottes.
Und plötzlich tauchen die Freunde von HIOB wieder auf: Da ist Sünde in Deinem Leben, weshalb Gott Seinen Plan in Deinem Leben nicht verwirklichen kann ….usw. usw.

Nun, Noah war bereits 500 Jahre alt, als er anfing zu bauen, und wenig später lesen wir, das er 600 Jahre alt war, als er mit seiner Familie und den Tieren in die Arche ging.

Offensichtlich hatte es 100 Jahre gedauert, bis das Wasser strömte - jetzt könnte man spekulieren, ob es früher gekommen wäre, wenn Noah schneller gebaut hätte,
ABER gebraucht Gott nicht auch diese Zeit, um Noah zu stärken, zu läutern, um sein absolutes Vertrauen zu bekommen….
Dann, als die Wasser kamen, kamen auch all die Menschen wieder, die Noah zuvor verlassen haben, doch es war zu spät :(

Wie gehen wir mit den Verheissungen Gottes für unser Leben um, wenn wir nichts sehen?
Ja natürlich heisst es da, dass wir nicht im Sehen, sondern im Glauben leben …. aber ….. wir sind Menschen….

Während ich diese Zeilen schreibe, höre ich im Radio, dass der Weltklimarat vor Flutkatastrophen warnt …..

Donnerstag, 27. Februar 2014

Schusssichere Bibel: Busfahrer Rickey Wagoner überlebt zwei Schüsse in die Brust

Wie der Focus gestern berichtete überlebte der Busfahrer Rickey Wagoner in Dayton (Ohio/USA) einen Überfall und zwei Schüsse in die Brust. Die Bibel (Neues Testament), die Rickey in der Brusttasche trug, blockte zwei Kugeln ab. Zusätzlich wurde ihm ins Bein geschossen.
In seinem Notruf an die Polizei schilderte der Busfahrer den Überfall und berichtete, er habe Schmerzen an der Brust, als ob ihm jemand mit dem Vorschlaghammer auf die Brust geschlagen habe.

Die schusssichere Bibel


Hier der detaillierte TV-Bericht über das Wunder:

Mittwoch, 19. Februar 2014

Mehr Rebellion geht nicht: Glaube (David Wise, Halfpipe-Goldmedallist von Sochi 2014)

"Es ist nichts besonderes, jedes Wochenende auszugehen und Party zu machen. Es ist fast viel rebellischer, in dieser Welt gläubig zu sein als es nicht zu sein." So der aktuelle Freestyle-Goldmedaillengewinner vor einem Jahr im Interview.



Donnerstag, 6. Februar 2014

"Wenn das Schwert bricht, kämpfe mit den Zähnen" (Alonso) vs. "Es ist vollbracht" (Jesus)

Hape Etzold beim König Ludwig Lauf 2014 in Oberammergau

Mit dem Startschuss zum 42. König Ludwig Lauf 2014 in der Klassischen Technik am letzten Sonntag musste ich raus aus meiner Bequemlichkeitszone. Das Herz wummert am Anschlag und kann einfach nicht mehr Blut in die Muskulatur pressen, die massenhaft Sauerstoff und Glukose ziehen.

Doch die eigentliche Schlacht spielt sich im Kopf ab. Angst essen Seele auf, lautet ein Filmtitel aus den Siebzigern. Angst vor Versagen, Angst vor dem Berg, Angst vor der Abfahrt...bringen genau das, was befürchtet wird: Versagen, Schmerzen, Stürze... Ängste lösen Stress aus, der die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns in die Nähe eines Krokodilhirns rückt. Dann passieren eben Fehler. So die Sportpsychologie und die eigene Erfahrung.

In die Angst vor dem eigenen Versagen mischen sich bei mir aber auch Arroganz und Chauvinismus nach dem Motto: "Na, warte Du da vorne, Dich mache ich jetzt platt." Auch solche Gedanken sind nicht wirklich hilfreich.

Auch eigentlich positive Gedanken, wie jetzt schnell nach vorne und sich an den Vordermann ranhängen, oder schön die Arme lehrbuchmäßig nach hinten werfen, führen zu inneren Verkrampfungen, weil das Lehrbuch ein fernes Ideal ist und die Realität immer ganz anders aussieht.

Sportpsychologe Timothy Gallwey schlägt in dem Bestseller Inner Game of Tennis vor, sich gedanklich voll auf einen zentralen Bewegungsablauf zu fokussieren, z.B. den Crunch. Durch diese Fokussierung wäre keine Hirnkapazität für Ängste und sonstige negative Gedanken mehr frei. Das mächtige Unterbewusstsein sei dann völlig ungestört und könne unbelastet seine Arbeit tun. Der Sportler, aber auch der Büroathlet, könne dann unverkrampft sein Bestes abrufen.

Ich habe den Gallwey gelesen. Und ich habs ausprobiert. Ich hab mich auf den Crunch konzentriert und alles um mich herum vergessen. Und es hat ganz gut funktioniert. Doch richtig gut lief es für meine Verhältnisse nur, wenn ich auch den Crunch vergessen habe. Der innere Fokus auf Jesus bei jedem Doppelstockschub hat mir Speed und Sicherheit gegeben. Wenn dieser Fokus abriss, weil ich an meinen Vordermann oder meine Technik dachte, dann ließ der Speed nach. Dann lieber schnell wieder an Jesus denken, alles loslassen und nach vorne.

Ich weiß nicht, wieso, aber so war es. Ich war am Ende und konnte nur noch einen Gedanken denken: Jesus, und es lief wie geschmiert.

Vielleicht liegt es daran, dass wir bei Jesus ganz locker sein können und dabei unser maximales Talent ausschöpfen können. Jesus Christus liebt Dich so wie Du bist: ohne Leistungsdruck, mit all Deinen Fehlern und Versagen...

Die Welt und die Religionen fordern materielle und fromme Leistungen (Geld, Einfluss, fromme Fassaden...). Man muss immer kämpfen, um sich dem geforderten Ideal anzunähern. Bei Jesus ist es anders. Jesus sagte am Kreuz: Es ist vollbracht. Du musst nichts tun, Du bist angenommen so wie Du bist. Kein innerer Kampf, kein Krampf, ganz locker zum Ziel, auch wenns äußerlich nicht immer danach aussieht.

So wars bei mir am letzten Wochenende.