„Mit allem Nachdruck protestiere ich heute mit Ihnen gemeinsam gegen das Todesurteil gegen den iranischen Pastor Youcef Nadarkhani. Es ist erschütternd, dass Pastor Nadarkhani sein Menschenrecht auf Religionsfreiheit, das in Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen fest verankert ist, verweigert wird. Die Anschuldigungen des „Abfalls vom islamischen Glauben" und der „Verbreitung nichtislamischer Lehren" rechtfertigen weder die Todesstrafe, die ich ohnehin entschieden ablehne, noch eine andere Strafe.
Ebenso gegen internationale und auch für den Iran völkerrechtlich verbindliche Abkommen verstößt die Tatsache, dass die Lossagung vom christlichen Glauben die einzige Möglichkeit ist, mit der Pastor Nadarkhani sein Leben retten kann. Mit der Ratifikation des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte hat sich der Iran verpflichtet, das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit zu achten und zu schützen. Dieses Recht umfasst auch die Freiheit, eine Religion oder eine Weltanschauung eigener Wahl zu haben oder anzunehmen. Niemand darf einem Zwang ausgesetzt werden, der seine Freiheit, eine Religion oder eine Weltanschauung seiner Wahl zu haben oder anzunehmen, beeinträchtigen würde.
Gegen diese Grundsätze verstößt der Iran mit dem Todesurteil gegen Pastor Nadarkhani in erschreckender Weise. Ich fordere den Iran daher dringend auf, seine eingegangenen menschenrechtlichen Verpflichtungen zu achten und Pastor Nadarkhani umgehend freizulassen."
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Donnerstag, 1. März 2012
Dienstag, 29. November 2011
Online Plakatierung der iranischen Botschaft: Freiheit für Pastor Nadarkhani
Die iranische Botschaft in Berlin ist Ziel einer Online-Plakataktion des Blogs "Bei Gott ist alles möglich de" geworden. Beim Googlen lesen die Botschaftsangehörigen und Nachbarn die folgende Anzeige auf ihrem Computer oder Internet-Handy:
Free Pastor Nadarkhani: Iranian Pastor sentenced to death because he is Christian. Stop it! http://bei-gott-ist-alles-moeglich.blogspot.com/p/freiheit-fur-pastor-josef-im-iran.html" (Freiheit für Pastor Nadarkhani: Iranischer Pastor zum Tode verurteilt, weil er Christ ist. Verhindern Sie das!)
Das Googlen von Botschafts-relevanten Begriffen wie "flugplan", "taxi", "swiss bank account" u.ä. löst die Anzeige mit der Aufforderung zur Freilassung von Pastor Nadarkhani aus. Josef Nadarkhani ist Pastor im Iran, verheiratet und Vater von zwei minderjährigen Kindern. Er leitete eine christliche Gemeinde im Iran und sollte dafür im September diesen Jahres erhängt werden. Öffentliche Proteste in den USA und Deutschland (Obama und der Generalsekretär der CDU) schreckten die Verantwortlichen jedoch ab. Er ist nun weiter im Gefängnis. Wenn er seinen Glauben verleugne, dann dürfe er raus, berichten Freunde und Anwälte. Die iranischen Verantwortlichen planen nun möglicherweise die Erhängung für Mitte Dezember, wenn die Welt-Öffentlichkeit im Weihnachsstress ist und nicht mehr so genau hinschaut.
Die Anzeige mit der Aufforderung zur Freilassung des Pastors erscheint im Umkreis von 1 km vom Sitz der Botschaft in der Podbielskiallee 67 in Berlin, wenn Angehörige der Botschaft oder Nachbarn bestimmte Begriffe im öffentlichen Internet googlen.
Free Pastor Nadarkhani: Iranian Pastor sentenced to death because he is Christian. Stop it! http://bei-gott-ist-alles-moeglich.blogspot.com/p/freiheit-fur-pastor-josef-im-iran.html" (Freiheit für Pastor Nadarkhani: Iranischer Pastor zum Tode verurteilt, weil er Christ ist. Verhindern Sie das!)
Das Googlen von Botschafts-relevanten Begriffen wie "flugplan", "taxi", "swiss bank account" u.ä. löst die Anzeige mit der Aufforderung zur Freilassung von Pastor Nadarkhani aus. Josef Nadarkhani ist Pastor im Iran, verheiratet und Vater von zwei minderjährigen Kindern. Er leitete eine christliche Gemeinde im Iran und sollte dafür im September diesen Jahres erhängt werden. Öffentliche Proteste in den USA und Deutschland (Obama und der Generalsekretär der CDU) schreckten die Verantwortlichen jedoch ab. Er ist nun weiter im Gefängnis. Wenn er seinen Glauben verleugne, dann dürfe er raus, berichten Freunde und Anwälte. Die iranischen Verantwortlichen planen nun möglicherweise die Erhängung für Mitte Dezember, wenn die Welt-Öffentlichkeit im Weihnachsstress ist und nicht mehr so genau hinschaut.
Die Anzeige mit der Aufforderung zur Freilassung des Pastors erscheint im Umkreis von 1 km vom Sitz der Botschaft in der Podbielskiallee 67 in Berlin, wenn Angehörige der Botschaft oder Nachbarn bestimmte Begriffe im öffentlichen Internet googlen.
Initiator ist der Blogger und Suchmaschinenspezialist Hape Etzold aus Andernach bei Koblenz. "Jesus sagt: Was Ihr dem Geringsten tut, das tut Ihr mir. Daher tue ich mein Bestes für die Freilassung des iranischen Pastors: Beten und Googlen" so Etzold zu den Gründen seines Engagements. Auf die Erfolgsaussichten dieser Online Demonstration angesprochen zeigte Etzold nach oben: "Bei Gott ist alles möglich."
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