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Freitag, 2. September 2011

Bildvergleich: Fingerzeige des Usain Bolt - vor und nach dem Fehlstart

Usain Bolt vergeigt das 100m-Finale der Leichtathletik WM 2011 in Daegu. Vor dem Start beim Aufrufen der Namen der Starter fällt er mit seinen Faxen auf. Er deutet u.a. mit dem Finger auf seine Gegner und schüttelt mit dem Kopf, als ob er sie per Fingerzeig abqualifizieren möchte. Wenig später die eigene Disqualifikation wegen Fehlstarts.



In seinem nächsten Lauf, der Quali für das Halbfinale über 200m, spart er ebenfalls nicht mit Gesten, die Siegesgewissheit ausdrücken sollen. Dieses Mal verzichtet er jedoch auf die Demütigung seiner Gegner und zeigt nicht mit dem Finger auf sie.


Wie gewohnt zeigt er jedoch kurz vor dem Start, er sitzt schon im Startblock, nach oben in den Himmel. Dahin, wo echte Power herkommt.


Bei Gott ist alles möglich, auch wenn mal richtig Mist gebaut hat.

Montag, 29. August 2011

Geboren um wichtig zu erscheinen (Usain Bolt-Kasperletheater) - Geboren um frei zu sein (Gott)

Nichts geworden aus der Super-Show des schnellsten Mannes der Welt: Usain Bolt vergeigt das 100 Meter-Finale bei der Leichtathletik WM. Zuerst das Kasperletheater vor dem Start nach dem Motto "Konzentrieren müssen sich nur die andern/die Schwachen", danach das blanke Entsetzen und die Gram über den eigenen Fehlstart und Disqualifikation.

"Wichtigtuer", schießt es mir zuerst durch den Kopf. Danach kommt die Erinnerung an mein eigenes wichtig tun:

  • der Klassenkaspar mit den coolsten Sprüchen, die mich vielleicht entscheidende Konzentration und Punkte kosteten;
  • die exotischsten Erkenntnisse in meinen Seminararbeiten;
  • der Rechthaber in einer kranken Ehe;
  • das dickste Auto;
  • das schönste Haus;
  • die tollste Firma;
  • die kräftigsten Waden...
Dieses Wichtig Tun hat mir vielleicht den einen oder anderen Bewunderer/Neider gebracht, aber kaufen konnte ich mir nichts davon. Vielmehr hat es mich viele verlorene Jahre/Jahrzehnte gekostet...

Heute muss ich nicht mehr wichtig tun, denn ich weiß, dass ich es bin - vielleicht nicht für meine Nachbarn, meinen Chef, aber für den Größten Chef - den Chef, der über jedem irdischen Sternchen und Cheflein steht und alles, was hier auf der Welt kreucht und fleucht, geschaffen hat.

Das reicht mir. Dieser Über-Chef legt mich nicht aufs Kreuz und manipuliert mich in meiner Naivität nicht in irgendwelche unbezahlten Überstunden und selbstlosen Projekte. Gott will nur mein Bestes.

auch inspiriert von http://pfarrer.herzblut.fm/