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Montag, 22. Oktober 2012

Raue russische Straße oder der innere Schweinehund


Das Leben ist keine gemütliche Autobahnfahrt. Manchmal rumpelt und holpert es gewaltig und es ist wirklich anstrengend, das Richtige zu tun. Der innere Schweinehund möchte uns in Schach halten: Er will, dass wir das, was wirklich wichtig ist, auf Sankt Nimmerlein verschieben oder will uns glauben machen, dass der bequeme Weg der bessere Weg ist.

Erfolg im Leben hier hat, wer durchhält. Das beweisen der LKW-Fahrer in Russland im Video und die Karrieren von erfolgreichen Sportlern, Politikern, Wissenschaftlern...

Erfolg im Leben nach dem Leben auf dieser Welt hat, wer hier die richtige Entscheidung trifft und durchhält. Das beweist die Geschichte von Andreas Berglesow. Dieser wurde in Sibirien von einem LKW überfahren und war eigentlich tot. Doch er kam ins Leben zurück und berichtet von einer breiten mit Menschen überfüllten Straße nach unten und einem engen schmalen Weg mit nur einigen wenigen Menschen nach oben.

Mittwoch, 28. September 2011

2 Stunden Schlaf, wo die Banker schlafen und der Burn Out

Jemand schläft nur 2 Stunden pro Tag und ist irgendwann 6 Monate lang platt: Burn Out-Syndrom. Ein anderer schläft angeblich nur jede zweite Nacht. Ich habe nie wieder etwas von Adrian gehört.
Die Financial Times schrieb mal, dass Investment-Banker nicht im Bett, sondern zwischendurch auf dem Clo schlafen. Von da kommen dann vielleicht auch die genialen Anlage-Tipps.

Wenig Schlaf: "Ich bin unersetzlich"
Impressionante! Wer angeblich so wenig schläft, der sagt meistens nur die halbe Wahrheit oder nicht einmal das. Denn wenig Schlaf verschafft Image. Wer wenig schläft, der umgibt sich mit dem Nimbus der Unersetzlichkeit: "Ich schlafe nur 2 Stunden pro Tag" heißt eigentlich auf gut Deutsch: "Ihr Looser, schaut her auf mich. Ich bin so wichtig, dass ich nicht einmal Zeit zum Schlafen habe. Ohne mich, würde die Sonne nicht mehr scheinen oder noch schlimmeres..."

Viel Arbeit und wenig Schlaf, daher darf ich Gott und die Welt vernachlässigen 
"Ich habe nur 2 Stunden Zeit zum Schlafen" ist aber auch eine subtile Message an den (noch) Ehepartner oder Partner und alle anderen Mitmenschen: "Denke nicht mal daran, etwas von mir zu wollen, denn ich muss mich um so viel wichtigeres kümmern."

Das geht natürlich an die Substanz. Und wenn die aufgezehrt ist, kommt der Absturz.

Burn Out = zu viel Arbeit, keine Liebe, keine Gesundheit, kein Glaube
Seelische Gesundheit ruht anscheinend auf vier Pfeilern: 
  1. Zufriedenheit in und aus Arbeit. Menschen, die arbeiten wollen, aber nicht können oder dürfen, sind daher oft vom Burn Out betroffen.
  2. eine glückliche Ehe/Partnerschaft
  3. körperliche Erholung und Gesundheit
  4. Verankerung im Glauben. Dies bedeutet, dass ich erkenne, dass ich Gott brauche. Und nicht umgekehrt. 
Es ist leicht, aus dem Gleichgewicht zu kommen, und es ist schwierig, das gesunde Maß zu finden. Es gibt viele Menschen, die aus dem Gleichgewicht kommen und rechts oder links vom Pferd fallen: Die Faulen vs. die Workaholics, Ehe-/Partnerschafts-Hopping vs. Hörigkeit, Sport ist Mord vs. Gesundheitsfanatismus, gottlos vs. Pharisäertum...

Wir leben in einer Welt wie sie ist. Jeder verliert mal das Gleichgewicht und stürzt und muss früher oder später sehr bittere Konsequenzen (er-)tragen. Es ist nur eine Frage der Zeit. Wir sind eben so. Aber es gibt jemanden, der uns die Hand reicht und uns hochhilft. Wir müssen sie nur ergreifen.

Mehr dazu in der Geschichte von Andreas Berglesow, der gestürzt ist, weil er überfahren wurde: Video Interview Andreas Berglesow











Mittwoch, 14. September 2011

Ich war 5 Stunden tot" - Video-Interview eines Nah-Toten

Erzählung
Ein Lastwagen überrollt vor 15 Jahren das Auto von Andreas Berglesow. Fahrerflucht. Er wird notoperiert, sein Herz bleibt stehen, ein Tuch wird über sein Gesicht gezogen. Der Leichnam soll in das Leichenhaus abtransportiert werden.
In diesen Momenten spürt Berglesow eine Bewegung nach oben: „Als mein Herz aufgehört hat zu schlagen, habe ich gespürt, dass ich mich vom Körper entfernte und nach oben bewegte. Ich schwebte durch die Zimmerdecke, die kein reales Hindernis für mich darstellte, ebenso wie das Dach des Krankenhauses." Er schaut auf seinen Körper hinab. Er sieht die Wiederbelebungsmaßnahmen an seinem Körper. Er wird von einem vor 2 Monaten an Leukämie verstorbenen Mädchen angesprochen: "Andreas, bist du auch hier?".

Später hört er eine Stimme und sieht zwei Straßen: eine ist völlig überfüllt, die andere fast menschenleer. Die Wege führen in Himmel und Hölle. Doch für das Unfallopfer ist es zu früh. Er öffnet die Augen und spürt ein Tuch darauf liegen. Ein Arzt will einen letzten kontrollierenden Blick auf ihn werfen und bekommt fast einen Herzschlag, als er die blinzelnden Augen sieht. „Ein paar Minuten später kamen die Krankenschwestern rein, haben mich auf ein Rollbrett gelegt und noch einmal in das Operationszimmer gebracht," berichtet Berglesow. Berglesow lebt seit 15 Jahren, obwohl lebenswichtige Organe zerquetscht und teilweise entfernt wurden. Er ist Pfarrer in Bochum.

Interview im Video
Teil 1


Teil 2



Teil 3



Teil 4