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Freitag, 7. September 2012

Vater Unser im Himmel: Gebet für Pfarrer Nadarkhani

Lieber Vater im Himmel,

wir denken jetzt daran, dass morgen, am 8.September 2012, der iranische Pfarrer Nadarkhani wieder vor Gericht kommt. Seit 2009 ist der Mann inhaftiert, weil er Christ ist. Seit 2010 ist er zum Tode durch Erhängen verurteilt.

Wir vergeben der iranischen Polizei, Richtern und Politikern, die Pfarrer Nadarkhani bedrohen und sein Leben vernichten wollen. Wir vergeben auch dem iranischen Botschafter in Berlin, der die Schandtaten des Regimes schön schwätzt.

Bitte vergib auch Du mir für meine Gleichgültigkeit und mein Desinteresse an dem Schicksal dieses Gefangenen und der vielen Gefangenen, die weltweit einsitzen.

Wir danken Dir für Präsident Obama, aber auch für unseren Außenminister Dr. Westerwelle und die Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes , die sich für die Freilassung von Pfarrer Nadarkhani öffentlich und auf diplomatischem Wege einsetzen.

Wir danken Dir für die Menschen im Iran, die unter großem persönlichen Risiko Pfarrer Nadarkhani verteidigen und ihn und seine Familie unterstützen.

Wir danken Dir für die Menschen, die während den Gewaltherrschaften in Deutschland uns, unsere Eltern und unsere Vorfahren beschützt und für sie gebetet haben.

Wir bitten Dich um Deine Intervention, dass Du die Gefängnistüren aufgehen lässt und Pfarrer Nadarkhani als freier gesunder und ungebrochener Mann herauskommt. Wir bitten Dich für den Seelenfrieden von Pfarrer Nadarkhani, der wahrscheinlich hin- und hergerissen ist zwischen der Sehnsucht nach seiner Frau und seinen Kindern und seiner Entschlossenheit, auch vor Gericht seinen Glauben an Dich zu bekennen.

Wir bitten Dich auch für die Frau und Kinder von Pfarrer Nadarkhani. Bitte tröste und versorge sie.

Wir bitten Dich auch für das iranische Volk, dass es in Freiheit über seine Politik und seinen Glauben entscheiden kann.

Wir bitten Dich auch für den Schutz der Menschen und Staaten wie Israel, die gleichfalls vom iranischen Regime bedroht sind.

Wir sehen, dass wir ohnmächtig sind und vertrauen darauf, dass das, was passiert, Dein Wille und Dein Plan ist.

Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

Amen.


Freitag, 11. November 2011

Pinguine in Toronto: nur schwul, weil gefangen und einsam

Ein schwules Pinguinpaar im Zoo von Toronto soll gewaltsam getrennt werden, sich von Pinguin-Frauen verführen lassen und so Babys zeugen. Tierfreunde warnen, die Trennung würde Buddy und Pedro das Herz brechen. Doch die Männerfreundschaft ist nur aus der Not geboren, weil die Jungs gefangen und einsam sind. Mit den Umständen werden sich auch die Beziehungen normalisieren. 



Woher ich diese Gewissheit nehme? Aus eigener Erfahrung.

Gefangene gleichgeschlechtliche Entenkücken schmusen auch Nachts, weil sie einfach sehr sozial sind und jemanden zum Kuscheln brauchen. In Freiheit und in Enten-Gesellschaft würden sie sich wahrscheinlich ganz normal in eine Entenfrau verlieben.

Abends habe ich meine zwei Entenkücken immer eingefangen. Tagsüber waren sie im Garten, nachts brachte ich sie in Sicherheit vor streunenden Katzen. Die beiden Schnatteriche haben das aber nicht eingesehen und hatten kein Bock auf ihren Schlafkarton. Daher war das immer eine Rennerei, bis ich einen von ihnen eingefangen habe. Wenn der eine jedoch schon im Karton saß und nach seinem Freund quietschte, dann machte der andere einen 30 cm hohen Satz und sprang zum Kumpel in der Karton. Da lagen sie dann glücklich übereinander und verschissen mir den Karton bis zum nächsten Morgen. Entchen sind sehr sozial, aber auch richtige (inkontinente) Ferkel. Dafür können wir uns an ihrer Treue ein Vorbild nehmen.

Daher bin ich mir sicher, dass Buddy und Pedro mit ihren neuen Frauen glücklich werden. Unnormale Verhältnisse wie das Leben in Gefangenschaft (im Zoo oder gefangen von Gewohnheiten, Drogen...) schaffen eben auch unnormale Beziehungen. Ein normales menschliches Leben, so wie Gott sich das vorgestellt hat, stellt auch normale menschliche Beziehungen wieder her. Bei Gott ist alles möglich!   

Danke lab2121 auf Flickr

P.S. Wie ging es mit meinen Entchen weiter? Wegen Wegzug musste ich sie aussetzen. Doch es gab keinen See oder Bach in der Nähe. Daher habe ich sie in den Karton gepackt, auf den Beifahrersitz gepackt und dann später nach zweistündiger Wanderung mit einem quietschenden Karton in den Armen an einem Wasserlauf ausgesetzt.