Dienstag, 10. Juni 2014

Flashmob in Wien am Donnerstag: Freiheit statt Galgen für Mariam Ishag / Wehret den Anfängen

Die junge Ärztin, Mutter und katholische Christin Meriam Yehya Ibrahim im Sudan ist bereits zum Tod durch Erhängen veruteilt. Grund für die Strafe ist ihr Glaube an Jesus Christus. 

Sie weigerte sich ihren Glauben zu widerrufen und soll daher am Galgen sterben, sobald sie aufhört, ihr jüngstes Baby zu stillen. Mariam ist zusammen mit ihrem Säugling und einem Kleinkind im Gefängnis im Sudan.


Wir Christen sind die weltweit am stärksten verfolgten Gemeinschaft und wahrscheinlich gibt es aktuell sehr viele vergleichbare bekannte und unbekannte Fälle. Möglicherweise steckt hinter dem angedrohten Todesurteil auch eine Masche zur Erpressung von Lösegeld.

Viele fürchten, dass die Gewalt gegen Christen im Sudan, Irak, Iran... irgendwann in Gewalt gegen Christen in den USA und Europa umschlägt.

Wehret den Anfängen!

Zuerst verschwanden 1933 die anderen: Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter, SA-ler, dann traf es Behinderte, Juden... zum Schluss hatten Millionen Deutsche Leben und Heimat verloren.

Dies ist kein alter Käse. Viele französische Juden stehen heute mit einem Bein bereits in Israel. Die Camembert-Faschisten in Frankreich haben die Europawahlen gewonnen. 25% der wählenden Franzosen haben für eine Partei gestimmt, die Juden öffentlich mit dem "Ofen" droht. Was wird da wohl in den Hinterzimmern besprochen?



Freitag, 6. Juni 2014

Zeitzeuge über D Day: Tod, Psalm 23, Gott und die Mutter

Robert Sales (Sergeant 29th Infantry Division, 116th Infantry Regiment, 1st Battalion, B Company), Soldat beim D Day, berichtet auf ZDF History (ab 34. Minute) über die ersten Minuten auf dem Strand. Wenige Meter vor ihm starb sein Freund. Sales suchte Deckung und betete Psalm 23:

"Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern. Er erquickt meine Seele. Er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen. Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde, du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über. Nur Güte und Gnade werden mir folgen alle Tage meines Lebens, ich kehre zurück ins Haus des HERRN lebenslang."

Der ehemalige Soldat erzählt weiter:

"Ich wusste, ich musste nach vorne. Deckung finden, um zu überleben. Viele Männer, die starben, schrien nach Gott oder ihrer Mutter. Ich habe es wieder und wieder erlebt.Ich kroch auf allen Vieren von einem Toten zum nächsten. Um mich herum tobte die Hölle. Es war unglaublich."

Robert Sales ist der einzige Soldat aus seinem Landungsboot, der den 6. Juni 1944 überlebt hat. Mit 15 Jahren wurde er Soldat. Mehr über Robert Sales.
















Robert Sales in einem anderen Bericht

Dienstag, 3. Juni 2014

Alan Turing / Bruder Lorenz / Sinisbal: Gott im Kopf macht locker und frei


Alan Turing cropped
Alan Turing CC Jon Callas, San Jose

Alan Turing war ein britischer Informatiker und hat sehr viele Menschenleben gerettet. Im Zweiten Weltkrieg entschlüsselte er den deutschen Geheimcode Enigma. Die Alliierten konnten so deutsche Funksprüche auswerten und hatten dadurch einen großen strategischen Vorteil im Kampf gegen Nazi-Deutschland. Der Krieg war so schneller zu Ende, die Menschen kamen früher aus den KZs und Bombenkellern, Soldaten gingen früher zurück nach Hause.

Turings Eltern reisten viel - ohne ihre Kinder, die teilweise in einer Pflegefamilie aufwuchsen. Alan wurde schwul. Homosexualität war zu dieser Zeit noch strafbar. 1952 verurteilte ein Gericht den Kriegshelden zur chemischen Zwangskastration. Turing beging Selbstmord.

Heute sind Homosexuelle in Westeuropa und den USA begehrt in der Industrie und Politik - als vermögende Konsumenten und einflussreicheWählergruppe. Entsprechend auch die mediale Begleitmusik.

Youtube User Sinisbal wurde kürzlich wieder frei - von der Homosexualität. Er beschreibt auch den Weg zur Freiheit: "Die Veränderung wurde tiefer und nachhaltiger, als ich mich nicht mehr auf das Problem konzentrierte, sondern auf IHN...Wenn alle Gedanken, Worte und Taten auf Gott ausgerichtet sind, dann ändern sich die Probleme und verschwinden früher oder später, gelöst."

Das betrifft nicht nur Homosexuelle, die frei werden wollen. Die meisten Menschen tragen größere oder kleinere Lasten mit sich herum. Doch wer nur auf die Last schaut (wie das Kaninchen auf die Schlange starrt), bleibt belastet.

Wer auf Gott / Jesus, schaut, wird frei. Trachtet zuerst nach dem Himmelreich, der Rest wird Euch hinzugefügt, sagt die Bibel.

Der Apostel Paulus rät, ständig zu beten. Das ist kein Vorwand zur Weltflucht. Viele flüchten sich aus den Kämpfen dieses Lebens auf dieser Welt und lesen nur noch Bibel anstatt zu kämpfen. Das ist nicht gemeint.

Vielmehr geht es darum, im Leben zu stehen, die Kämpfe zu führen, aber im Kampf auf Gott zu schauen. Und Gott wirds richten.

Bruder Lorenz war so einer. Er lebte als Soldat und Mönch im 17. Jahrhundert. Bei allen Arbeiten meditierte er über die Liebe Gottes und Gott schenkte ihm Gelingen. Anstatt sich zu sorgen und von Ängsten treiben zu lassen, dachte er über Gott nach. Und komplizierte Dinge klärten sich von selbst. Obwohl Bruder Lorenz völlig ungebildet war, wurden seine Worte in Buchform zum Klassiker der Weltliteratur.

Ich mache mir auch oft tausend Gedanken und es kommt Krampf raus. Wenn ich aber voll auf Jesus konzentriert bin, alle andere Gedanken zurückdränge und trotzdem meinen Job mache, dann bin ich locker und Dinge lösen sich wie von selbst, zum Beispiel beim Skimarathon.

Gottvertrauen schlägt unser tägliches Ameisengewusel.






Montag, 2. Juni 2014

Führen mit der Bibel - Meinung aus der WHU Vallendar: Dr. Michael Frenkel

WHU Vallendar /
Otto Beisheim School of Management
Dr. Michael Frenkel, Rektor der WHU Vallendar, referierte kürzlich über Grundsätze der Unternehmensführung. Dazu gehören nach seinen Ausführungen:
  1. klare Ziele verfolgen und andere motivieren
  2. Mitarbeiter auswählen, die das gleiche wollen
  3. Klares Reden
  4. Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit
  5. Freundlichkeit und Mitgefühl 
  6. Bescheidenheit und Demut
  7. Teamentwicklung
  8. Delegieren und Kritikfähigkeit
  9. Gerechtigkeit und Fairness
Diese Prinzipien haben ihre Wurzeln in der Bibel, so Frenkel.

Dem kann ich nur zustimmen, denn:
  1. Jesus fasst das Ziel menschlichen Lebens kurz und knapp zusammen: "Liebe Gott mit ganzer Kraft und ganzer Seele und liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst." Jesus war Mensch und kennt uns Pappenheimer nur zu gut. Wir Menschen können gute Vorsätze. Daher verspricht er uns, die wir auf Selbstliebe und Egoismus programmiert sind, Hilfe im Scheitern der Mission Liebe: "Wer an mich glaubt, der hat das (ewige) Leben." 
  2. Jesus nahm und nimmt nicht jeden. Er fordert die Umkehr.
  3. Jesus liebt die klare Ansage. 
  4. "Du sollst kein falsch Zeugnis geben, nicht stehlen..."
  5. Die Nächstenliebe wurde von Jesus erfunden. Krankenwagen für alle gibt es nur in Ländern, wo die Bibel Spuren im Denken der Menschen hinterlassen hat.
  6. Jesus prahlt nicht mit seinen Wundern und Taten, sondern schreibt sie seinem Vater im Himmel, Gott, zu.
  7. Jesus macht aus einer Gruppe von Fischern und Ungebildeten Jünger, deren Worte heute 2000 Jahre später immer noch gelesen werden. Selbst der größte Experte unserer Zeit ist nach ein paar Jahrzehnten vergessen. Seine Bücher landen auf dem Flohmarkt oder im Altpapier. Wer erinnert sich noch an den Club of Rome, der in den Achtzigern prophezeite, dass wir heute alle ohne Sprit leben müssten?
  8. Der Schwiegervater von Mose erfindet das so genannte Jitro-Prinzip. Anstatt alles selbst zu machen und sich und seine Familie zu vernachlässigen, empfahl Jitro, der Schwiegervater, kleine und kleinste Aufgaben an kompetente Leute zu delegieren und sich nur um die großen Fälle selbst zu kümmern.
  9. Gott ist gerecht. Unsere Verfehlungen im Hinblick auf die Gottes-, Selbst- und Nächstenliebe sind nicht einfach vergessen nach dem Motto: Jetzt bist Du tot, Schwamm drüber. Nur wer an Jesus glaubt, wird nicht verurteilt. 

Mittwoch, 28. Mai 2014

Demütigung: Atombombe der Gefühle / Dahinter steckt eine arme Socke

Die Demütigung gilt als die Atombombe der Gefühle. Sie macht fertig und fordert zum Gegenschlag heraus, falls man noch kann. Menschen, die andere demütigen, sind wahrscheinlich selbst ganz arme Socken. Sie fühlen sich schwach, hilflos und ängstlich. Die Demütigung anderer betäubt die eigene gefühlte Ohnmacht und Schwäche und gibt ein rauschhaftes Gefühl von Potenz und Stärke. Deshalb ist die Demütigung anderer so beliebt und attraktiv. Die Bild-Zeitung lebt wahrscheinlich davon, denn sie schaut dem Volk aufs Maul und schreibt, was die Leser denken und fühlen. Schlagzeile von gestern: "Sind Sie echt so ein Wahl-Depp, Herr...?"

Wer sich von Gott geliebt fühlt, wer glaubt, dass Jesus Christus für ihn gestorben ist, der nimmt es ganz locker, wenn andere Spott und Häme über ihn ausgießen. So hatte es auch Jesus nicht nötig, sich gegen die Spötter bei seiner Verurteilung und Hinrichtung zu wehren. Er wusste, dass er es gleich hinter sich hat und Gott ihn zu sich holt, wo es keinen Spott und Unrecht mehr gibt. Nur aus diesem Bewusstsein heraus konnte Jesus auch seinen Spöttern vergeben und für sie beten, denn "sie wissen nicht, was sie tun".

Leicht gesagt, schwer gefühlt.

Wo ist die Freude im Gottesdienst hin? Über die gestohlene Freude und Immobilienverwaltung

Man singt, freut sich, lacht und feiert. Was ist das? Eine Party, Fanmeile...

Man singt über die Freude, man hört ein Referat über die Freude, man lächelt verspannt und lacht doch nicht, ist oft vor allem froh, wenn es wieder vorbei ist und geht schnell wieder heim. Was ist das? Der sonntägliche Gottesdienst in vielen Fällen.

Das war nicht immer so. Die ersten Christen ließen es bei ihren Gottesdiensten noch so richtig krachen.


Traditionelle Horah, ab 3. Minute

Der Tübinger Pfarrer Jobs Bittner stellt sich so den Gottesdienst der ersten Christen vor (nach Apostelgeschichte und Paulus): "Die Gäste und Gottesdienstbesucher der Hauskirchen sitzen zu Beginn des Gottesdienstes zusammen und freuen sich, sich endlich wieder zu sehen und miteinander Zeit zu haben. Es gibt viel auszutauschen und zu erzählen, man hört fröhliches Lachen. Anschließend beginnen jüdische Tänze, bei denen jeder eingeladen ist, mit dabei zu sein. Es sind jüdische Kreistänze, die ähnlich dem aus Israel bekannten Volkstanz, der Horah, in einem oder mehreren Kreisen getanzt werden.

Und die Gemeinde wuchs und wuchs.

Als die römischen Kaiser anfingen, sich Christen zu nennen (jeder erfolgreiche Politiker setzt sich an die Spitze einer Volksbewegung, surft darauf und leitet das Wasser auf seine Mühlen um, siehe Horst Seehofer), kam das Verbot für Christen, sich in Häusern privat zu treffen und zu feiern. Die Party wurde zur Pflichtveranstaltung. Die Party war over.

Bittner schreibt weiter, was dann geschah: "Kurz nachdem Konstantin das Christentum wieder eingeführt hatte, baute er in Rom sein erstes Kirchengebäude, das groß und repräsentativ sein sollte. Daher entwarf man die neue Basilika, wie man sie nannte, nach dem Vorbild des Thronsaals eines römischen Palastes. Im Zentrum der Basilika gab es einen Thron, auf dem der Bischof sitzen sollte, der natürlich ein Vertreter des Kaisers war. Der an den Bischofssitz angrenzende Platz war für den Klerus, also für die Priester und ihre Angehörigen, reserviert, während der große vordere Raum in der Basilika für die normalen Gemeindeglieder geöffnet war. Diese versuchten, dem inzwischen unpersönlich gewordenen liturgischen Gottesdienst zuzuhören und innerlich zu folgen...Vorher war die Gemeinde eine Familie von Gläubigen; unter Konstantin wurde die Gemeinde zu einem Gebäude, in dem die Christen zu christlichen Beobachtern wurden und selbst eine untergeordnete Rolle spielten."

Aus der christlichen Party, bei der alle mitmachen durften, wurde eine Veranstaltung, bei der einer spricht und der Rest bestenfalls auf Ansage lacht, aufsteht, singt, sich wieder hinsetzt...

Für Bittner haben damit die Christen ihre jüdischen Wurzeln verloren und sich somit den Ast abgesägt, auf dem sie sitzen. Konsequenterweise schlich sich so ein rabiater Antisemitismus in das Denken der Christen ein.



Dienstag, 27. Mai 2014

Wo ist die Freude und der Humor hin? / Erlöst und gelöst!

"Von der Freiheit eines Christenmenschen" hat Martin Luther geschrieben. So einfach ist es: Jesus ist auferstanden vom Tod und hinauf in den Himmel zu Gott. Glaube an ihn und Deine und meine Seele tun dasselbe. Der zerbrechliche Körper wird irgendwann von Würmchen und anderen Organismen verwurstet, die Seele lebt und freut sich immer.
Das ist die Essenz des Glaubens an Jesus: Freiheit von Sorgen und Kummer, denn der Ausgang ist schon entschieden - durch Jesus. Das ewige Sorgenfreipaket.
Dennoch bin ich oft ernst und verbissen und verkrampft, als ob ichs doch nicht so recht glauben würde und mich von Tag zu Tag quäle, um Ziele zu erreichen, Probleme zu fixen und gut dazustehen.
Vielleicht ist es die Angst, vor mir selbst als Versager dazustehen, wenn ich keine coolen Sachen mache...
Gottvertrauen scheint eben für mich nicht genug zu sein. Da ist noch dieses Bedürfnis, bestätigt zu werden. Wenn Gott mich liebt, dann macht er mich zu einem ganz tollen Hecht im Karpfenteich, der seinen Laden im Griff hat... - und die Leute werden meinen Namen mit Bewunderung aussprechen. Ja, das tut gut...
Was auf der Strecke bleibt ist die Lockerheit, die Freude und der Humor. Erlöst und doch nicht gelöst - frei nach Nitzsche.

Was tun? Ah, ein 7 Punkte-Plan für mehr Lockerheit. Das ist immer noch altes Denken. Ich tue 1,2,3... und bekomme...

So läuft das nicht: Lieber Vater im Himmel, vergib mir, dass ich mich immer noch beweisen und durch meine "guten Taten" gut dastehen möchte. Du hast bereits alles vollbracht und bewiesen. Ich bin Dein Ebenbild. So toll wie Du, der Schöpfer des Himmels und der Erde. Wozu sollte ich mich noch über irgendetwas aufregen? Ich freu mich einfach darüber, dass Du alles im Griff hast - ich geb mein persönlich Bestes und überlasse alles Dir, denn alles dient zum Guten, dem der Gott liebt. That´s it. Amen.